Die Vermehrung der Pflanzen kann auf die vielfältigste Art erfolgen, durch Aussaat oder über Stecklinge, Wurzelschnittlinge usw. Sorgfältig kultivierte Mutterpflanzen liefern dem Staudengärtner das Ausgangsmaterial für die Vermehrung.
Stauden werden heute vorwiegend in Töpfen gezogen. Die aus der Vermehrung kommenden Jungpflanzen werden in eigens gemischten Erdsubstraten in die Töpfe gepflanzt. Die Töpfe werden in Kastenquartiere oder auf speziell vorbereitete Stellflächen gestellt.
Der Staudengärtner lässt seinen Pflanzen eine optimale Pflege angedeihen. Die Stauden und Kleingehölze müssen regelmässig bewässert und gedüngt werden. Unkraut ist aus den Töpfen zu entfernen. Auch müssen die Pflanzen gegen Krankheiten und Schädlinge, im Winter gegen Kälte geschützt werden.
In Staudengärtnereien werden oft sehr grosse Pflanzensortimente kultiviert. Der Staudengärtner muss deshalb die Pflanzen, ihre Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten sehr gut kennen.
Bei seiner Arbeit verwendet der Staudengärtner Spaten, Rechen, Kräuel und andere Werkzeuge zur Bodenbearbeitung. Auch Bodenbearbeitungsmaschinen wie Bodenfräsen werden eingesetzt. Das Eintopfen der Pflanzen erfolgt teils von Hand, teils mit speziellen Topfmaschinen. In einigen Betrieben erfolgt die Anzucht der Jungpflanzen in speziellen Vermehrungshäusern, deren Lüftungs-, Schattierungs- und Heizungsanlagen sorgfältig zu bedienen und überwachen sind.
Vor allem im Frühjahr und Herbst, wenn Stauden besonders gut verpflanzt werden können, herrscht in den Staudengärtnereien Verkaufssaison. Dann werden die Pflanzen für den Verkauf und den Versand hergerichtet. Im Verkauf kommen die guten Pflanzenkenntnisse des Staudengärtners besonders zur Geltung.