Den Sommer im Glas konservieren

Warum nennt man den Kühlschrank auch Eisschrank? Weil diese Art der Kühlung – man legt einen Block Eis in eine isolierte Box – um 1940 noch weit verbreitet war, vor allem in der Gastronomie.

Der erste Kühlschrank für den Hausgebrauch rollte in den USA erst 1926 vom Fliessband. Hierzulande verbreiteten sich moderne Kühlschränke in den 1950ern. Aber davor hiess es bei uns überall und regelmässig: „Heute wird eingemacht!“

Der alte, neue Trend

Einst beliebt mangels Alternativen, erfährt Einmachen derzeit eine wahre Renaissance. Es ist trendy. Und wen erstaunts? Einmachen geht leicht von der Hand und macht zweifach Spass: Erst in der Küche. Und Monate später, wenn Sie vor Ihren Gläsern mit Selbstgemachtem stehen und Ihnen das Wasser im Munde zusammenläuft.

Einmachen oder Einkochen?

Einkochen sterilisiert Lebensmittel, beim Einmachen werden die Zutaten pasteurisiert. Fürs Einkochen werden die Zutaten direkt ins Glas gegeben und in einem geschlossenen Topf erhitzt. Beim Einmachen werden alle Zutaten gekocht und dann in saubere Gläser gegeben. In beiden Fällen entsteht ein konservierendes Vakuum. Neben Obst können Sie so auch Gemüse, Pilze oder Fleisch und ganze Gerichte haltbar machen.

Tschüss Konservierungsstoffe. Hallo Natürlichkeit!

Wenn Sie also genug haben von Lebensmitteletiketten mit E-Nummern. Wenn Sie nicht erst Chemie studieren wollen, um zu verstehen, woraus Ihr Essen besteht. Und wenn Sie mal wieder viel mehr Heidelbeeren, Birnen, Peperoni, Zucchetti, Rüebli, Bohnen oder Zwiebeln ernten dürfen als Sie in kurzer Zeit selbst geniessen können: Packen Sie diese Sommerfreuden ins Glas. Lust auf einen ersten Versuch? Mit unserem einfachen Rezept kreieren Sie im Handumdrehen ein pfiffiges Zwiebel-Chutney mit exotischer Note.

Lagerung und Haltbarkeit

Einmal geöffnet, sollten Sie Eingemachtes und Eingekochtes innert kurzer Zeit aufbrauchen. Aber vor dem Öffnen lassen sich Ihre selbst gemachten Delikatessen recht lange lagern (am besten trocken, dunkel und relativ kühl, beispielsweise im Keller): Gekochte Konfitüren und Gelees halten bis zu zwei Jahre, eingekochtes Obst und Gemüse bis zu einem Jahr. . Tipps zur Qualitätskontrolle Ihrer eingemachten Leckereien und eine Riesenauswahl appetitlicher Rezepte finden Sie jederzeit – wo denn sonst? – im Internet. Beispielsweise auf unserer Homepage unter www.zulaufquelle.ch/ratgeber/rezepte