Was krabbelt den da?

Bei der Amerikanischen Kiefernwanze handelt es sich um einen für Menschen harmlosen, wenn auch im Moment etwas lästigen Zeitgenossen. Die ca. 15 bis 20 Millimeter grossen, rot-braunen Wanzen suchen im Herbst ihr Winterquartier, vermehrt auch in Gebäuden.

Amerikanische Kiefernwanzen – zurzeit häufige Besucher

Vielerorts sind derzeit im Garten, auf dem Balkon aber auch an Fassaden, Fenstern sowie im Haus vermehrt die Amerikanischen Kiefernwanzen (Leptoglossus occidentalis) zu beobachten. Aufgrund der milden klimatischen Bedingungen haben sie sich stärker vermehrt als in den Vorjahren. In den nördlichen Landesteilen entsteht in der Regel pro Jahr nur eine Generation. Im Süden hingegen kann diese Wanzenart zwei bis drei Generationen pro Jahr hervorbringen. Die adulten Insekten sind fantastische Flieger, was ihnen die Verbreitung enorm erleichtert.

Bei der Amerikanischen Kiefernwanze handelt es sich um einen für Menschen harmlosen, wenn auch im Moment etwas lästigen Zeitgenossen. Die ca. 15 bis 20 Millimeter grossen, rot-braunen Wanzen suchen im Herbst ihr Winterquartier, vermehrt auch in Gebäuden. Mitunter überwintern die ausgewachsenen Wanzen, zusammengedrängt, in grosser Anzahl. Dies aufgrund eines Pheromons, welches die Männchen abgeben. Im Gegensatz zu unseren einheimischen, stinkenden Wanzen sondern die Amerikanischen Kiefernwanzen, wenn sie gestört werden, ein Sekret ab, das eher nach Kiefern oder Äpfeln riecht.

Das Insekt ernährt sich hauptsächlich von den Samen der Nadelbäume, vorzugsweise von Kiefern. In der Samenproduktion kann die Wanze mitunter Schäden anrichten, da sie mit ihrem langen Saugrüssel die Samen der Nadelbäume aussaugt und den Samenertrag so reduziert. In Amerika wird sie auch als Zapfensauger bezeichnet. Als Forstschädling ist sie derzeit jedoch nicht gelistet. Die Amerikanische Kiefernwanze zählt zu der Familie der Randwanzen und tauchte in Europa erstmals 1999 in Norditalien auf. 2002 wurde sie dann das erste Mal in der Schweiz nachgewiesen. Vermutlich wurde sie durch den Handel von Weihnachtsbäumen nach Europa eingeschleppt.