Holunderblütensirup

Die vielen Heilwirkungen des Holunders sind seit alten Zeiten bekannt, er wirkt entgiftend, blutreinigend und hilft bei Erkältungen.

21 Holunderblütendolden
100 g Zitrone
2 Liter Wasser
3 kg Zucker

Lösen Sie die Zitronensäure in heissem Wasser auf, dann ins warme Zuckerwasser geben und abkühlen lassen.
Holunderblüten waschen und von den Stielen befreien und zugeben. Das ganze 24 Stunden ziehen lassen und durch ein Leinentuch abseihen und in Flaschen füllen.
Geben Sie 2-3 Esslöffel in ein Glas Wasser, etwas Zitronensaft dazu und fertig ist Ihr Getränk.

 

Schwarze Holunder (Sambucus nigra)
Der Schwarze Holunder ist eine der in Mitteleuropa häufigsten Straucharten. Seine Blüten und Früchte finden vielfach Verwendung als Heilmittel, Lebensmittel und Farbstoff.
Der Schwarze Holunder ist ein bis 11 Meter hoher Strauch oder kleiner Baum mit starker Verzweigung. Die Zweige des Holunders sind oftmals bogenartig ausladend.
Die gegenständigen Laubblätter sind unpaarig gefiedert. Die einzelnen Blattfiedern sind etwa 30 Zentimeter lang und bestehen aus meist fünf oder sieben Einzelblättern, die elliptisch und am Rand gesägt sind. Die Einzelblätter sind jeweils bis etwa 12 Zentimeter lang. Das Blattwerk entwickelt sich etwa im März bis April.
Ab Mai bis in den Juli erscheinen am jungen Holz bis zu 30 cm große, flache Schirmrispen aus vielen Einzelblüten. Ihr frischer, fruchtiger Duft ist unverwechselbar und typisch für den Holunder. Die weißen oder leicht gelblichen Blüten sind in der Regel fünfzählig. Sie besitzen entsprechend jeweils fünf Kelchblätter, fünf miteinander verwachsene Kronblätter, fünf freie Staubblätter mit gelben Staubbeuteln und drei miteinander verwachsene Fruchtblätter, die später in der Frucht drei Kerne bilden.
Im August und September beginnen die anfangs roten, später schwarzen Vitamin-C- und Kaliumreichen, ungefähr sechs Millimeter großen «Beeren» (eigentlich Steinfrüchte) zu reifen, mit jeweils drei Samen und burgunderrotem Saft, der aus Textilien kaum auswaschbar ist. Während diese Früchte reifen, färben sich auch die Stiele, an denen sie sitzen, rötlich. Die Beeren sind nach dem Abkochen oder Vergären essbar. Die Früchte werden hauptsächlich durch Vögel (z.B. Amseln, Drosseln, Stare und Mönchsgrasmücken) verbreitet, doch auch Säugetiere und Menschen tragen zur Verbreitung bei.
Die Pflanze kann etwa 20 Jahre alt werden.