Kübelpflanzen überwintern

Um Kübelpflanzen zu überwintern, sollten sie ab August nicht mehr düngen und die Wassergaben verringern, damit die Triebe fertig ausreifen.

Vor dem einräumen werden die Pflanzen je nach Vorgabe zurückgeschnitten und auf Schädlinge und Krankheiten hin überprüft. Man kann vorbeugend noch einmal gegen Spinnmilben spritzen, vor allem, wenn bereits im Sommer ein Befall festgestellt wurde. Abgestorbene Pflanzenteile werden sorgfältig entfernt, um dem Grauschimmel keine Chance zu bieten, der besonders bei feucht-kühlen Temperaturen gern an Fuchsien und weichlaubigen Kübelpflanzen auftritt.
Ideale Winterquartiere sind hell und kühl. Die Temperaturen sollten zwischen 2° und 8° C liegen. Bei wärmeren Winterquartieren wie Treppenhäuser, Kellerräume oder Garagen sollten die Lichtverhältnisse besser sein, nach dem Motto: Je wärmer der Standort ist desto heller muss er sein.
Jetzt tritt die Ruhezeit für die Pflanze ein. Giessen Sie nur wenn der Wurzelballen ausgetrocknet ist, und nur wenig, damit die Wurzeln nicht faulen.

Will man es riskieren, Kübelpflanzen ganz ohne Heizung zu überwintern, so sollte man auf jeden Fall die folgenden drei Hinweise beachten. Die Massnahmen sind aber auch empfehlenswert, um in beheizten Häusern die Überwinterungstemperatur gering zu halten.

- Frost- und kältetolerante Arten und Sorten auswählen: relativ frosttolerant sind folgende Arten: Feigen, Oleander, Erdbeerbaum, Kamelie, Wollmispel, Hortensie, Lorbeer, Rosmarin, Salbei, Granatapfel, oder auch winterharte Fuchsien.
-Gut abhärten: Frosttolerante Kübelpflanzen können länger im Freiland verweilen und so weiter abhärten. Man sollte jedoch darauf achten, dass die Wurzelballen geschützt sind. Die Töpfe werden mit Stroh oder Reisig umpackt, welches mit Vlies zusammengehalten werden kann. Die Pflanzen werden nah an der Hauswand aufgestellt.

-Töpfe einsenken: Wenn die Pflanzen in das Gewächshaus geräumt werden, sollte man die Töpfe unbedingt in den einige Grad wärmeren Boden einsenken. Man deckt sie zusätzlich mit Reisig ab.

Ist nämlich der Wurzelballen durchgefroren, können die Wurzeln absterben. Oder die Pflanzen „vertrocknen“ mitten im Winter, da das verdunstete Wasser an warmen Tagen über den gefrorenen Wurzelballen nicht aufgenommen werden kann.