Ameisen im Garten

Pflegeanleitung: Was ist zu tun wenn Ameisen im Garten überhand nehmen - Schadbild, Bekämpfung und Vorbeugung.

Ameisen gehören zu den Hautflüglern und damit zu den Insekten. Bisher sind weltweit etwa 6000 Arten bekannt, 60 davon bei uns in Nordeuropa. Es sind kleine bis mittelgrosse Insekten, die individuenreiche Gemeinschaften, sogenannte Ameisenstaaten, bilden. Fast jede Ameisenart bildet mindestens drei Formen aus: die Königinnen, die Arbeiterinnen und die Männchen. Die Königinnen, von denen es in einem Nest einige bis zahlreiche gibt, sind zeitweise beflügelt. Sie fliegen aus, werden dabei begattet und verlieren danach die Flügel. Königinnen dienen nur der Eierproduktion, also der Fortpflanzung. Die Arbeiterinnen sind immer flügellos. Ihre Geschlechtsorgane sind nur schwach entwickelt, was ihnen die Produktion von Eiern verunmöglicht. Sie sind wesentlich kleiner als die Königinnen. Die Männchen besitzen in der Regel Flügel. Beide weiblichen Formen, Königinnen und Arbeiterinnen, besitzen Giftdrüsen, woraus nach Beissvorgängen Gift in die Wunden gespritzt werden kann. Hingegen sind bei  den meisten Ameisenarten Stechapparate nicht oder kaum ausgebildet.

Schwarzgraue Wegameise
Schwarzgraue Wegameise

Die eine, die Schwarzgraue Wegameise, baut ihre Nester zum Teil in morschem Holz, meist jedoch an trockenen, sonnigen Orten unter der Erdoberfläche. Sie ist sehr anpassungsfähig und in ganz Europa weit verbreitet. Ältere Kolonien können mehrere 10 000 Arbeiterinnen enthalten. Allerdings lebt in jedem Nest immer nur eine einzige Königin. Im Sommer ernähren sich die Tiere zum grossen Teil von den Ausscheidungen diverser Pflanzensaftsauger, dem sogenannten Honigtau.

 

Gelbe Wiesenameise
Gelbe Wiesenameise

Die andere, die Gelbe Wiesenameise, ist in vielen Gärten mit grösseren Rasenflächen, auf Wiesen und Waldrändern anzutreffen und liebt feuchte Standorte. Sie legt ihre Erdnester oft unter Steinen an und baut umfangreiche Lehmnester unter und über der Erde.
Sie ernährt sich fast ausschliesslich von Honigtau, welcher von Wurzelläusen ausgeschieden wird. Wegen dieser Art der Nahrungsversorgung verlässt die Gelbe Wiesenameise selten das Nest, um nach Nahrung zu suchen.

 

Schadbild

Beide Arten können, im Gegensatz zu den grossen Waldameisen, bei massenhaftem Auftreten zu Schädlingen von aber nur geringer Bedeutung werden. Sie fressen gelegentlich junge Knospen und Blättchen an, auch werden bereits süsse verletzte oder von anderen Tieren angefressene Früchte verspeist. 
Ameisen werden extrem stark von süsser Nahrung angezogen. Ihr Auftreten deutet an, dass süsse menschliche Nahrungsreste, seien es auch nur Tropfen von Süssgetränken oder Spuren eines nicht sauber gespülten Waschlappens, vorhanden sind. Diesbezüglich ist absolute Sauberkeit unabdingbar, um die Tiere nicht anzuziehen. Besonders begeistert sind sie auch von Blatt-, Schild- und Wollläusen. Die Läuse scheiden süssen Honigtau aus. Von den Ameisen mit den Fühlern gestreichelt, saugen sie kräftiger und geben auch mehr Süssigkeit ab. Einige Ameisenarten verteidigen «ihre» Läuse richtiggehend vor deren natürlichen Feinden, so dass sich die Lauskolonien bei günstiger Witterung explosionsartig ausweiten und so durch die Saugtätigkeit an den Pflanzen Verkrüppelungen entstehen.

Bekämpfung

Die Abwehr der Ameiseninvasionen hat am einfachsten indirekt zu erfolgen, indem in Haus und Garten jegliche Süssigkeiten säuberlich für Ameisen unerreichbar gelagert und alle Resten sauber weggeputzt werden. Im Garten sind alle Arten von Läusen in Schach zu halten. Ferner können stinkende Kräuterjauchen wie Rainfarn- und Wermuthjauchen gegossen werden, Farn-, Holunder-, Tomatenblätter, Lavendel werden ausgelegt, Algenkalk wird gestäubt, die Nester werden mit kochendem Wasser begossen. Feldsalat (Nüssli) als Zwischenkultur nützt im Gemüsegarten. An Stämmen von Bäumen werden Leimringe satt angebracht, um für die Ameisen die Wege zu Läusen abzusperren. Notfalls sind die Nester mit Pulver, das den giftigen Margeritenextrakt Pyrethrum oder andere Giftstoffe enthält, einzustäuben oder mit der wässrigen Lösung davon auszugiessen. Zum Einwässern der Ameisen verwenden Sie am besten ein Dosiergerät, wie zum Beispiel den Aquamix 1.25 von Birchmeier. Dieser mischt die genaue Dosierung automatisch mit Wasser. Alle Massnahmen müssen wiederholt werden.

Aquamix 1.25 von Birchmeier
Aquamix 1.25 von Birchmeier

Düngermischgerät zum Flüssigdüngen ohne Giesskanne. Das durchdachte Dosiersystem sorgt für genaue Mischung von Wasser und handelsüblichem Flüssigdünger. So einfach kann Giessen und Düngen sein! Flüssigdünger einfüllen, Schlauch mit einfacher Steckverbindung anschliessen, Hahn ganz aufdrehen und los geht’s – das lästige Giesskannentragen entfällt.