Buchstriebsterben

Pflegeanleitung: Die Pilzkrankheit Buchstriebsterben am Buchsbaum erkennen, bekämpfen und vorbeugende Massnahmen treffen.

Allgemeines

Die Krankheit Buchstriebsterben macht dem Buchsbaum zunehmend zu schaffen. Der auf Buchs spezialisierte Pilz Cylindrocladium buxicola schädigt Blätter und Triebe. Befallene Pflanzen werden rasch unansehnlich und gehen ein. Zusammen mit dem ebenfalls erst vor kurzem eingeschleppten Buchsbaumzünsler bewirkt diese gefährliche Pilzkrankheit, dass der einst als robust und widerstandsfähig geltende Buchs nun vermehrt mit erheblichen Problemen zu kämpfen hat.  

Herkunft

Die Buchskrankheit wurde 1994 erstmals in England entdeckt. Wenige Jahre später wurden befallene Buchspflanzen bereits auch in Belgien, den Niederlanden, Frankreich, Italien und 2005 auch in Deutschland gefunden. In der Schweiz kommt der Pilz seit etwa 2006 vor und schädigt seither zunehmend Buchspflanzen in öffentlichen Grünanlagen, Friedhöfen, Gärtnereien und Hausgärten. Die schnelle Verbreitung in Europa erfolgte vermutlich mit befallenem Pflanzenmaterial.

Buchstriebsterben Schadbild
Buchstriebsterben Schadbild

Anfänglich bilden sich beim Buchstriebsterben braune Flecken, die sich schliesslich auf dem ganzen Blatt ausbreiten. Eine Buchstriebsterben-Infektion führt schliesslich zu Blattfall. Auf den Trieben bilden sich schwarze Längsläsionen. Das Buchstriebsterben wird oft auch Buchsbaumsterben oder Cylindrocladium genannt.

 

Alternativen für Buchs

Wer runde Formen oder Hecken im Garten liebt, setzt statt dem Buchs auf geschnittene Eiben oder kleinblättrige Stechpalmen. Der Schnitt ist so einfach wie beim Buchs. Eiben- und Stechpalmen-Kugeln sie unter anderem sehr pflegeleicht und anspruchslos.

Als freiwachsender Ersatz von Buchs eignen sich die Duftblüte oder auch Azaleen, welche zudem auch noch wunderschön blühen (Achtung Moorbeet!). Als Bordüren-Pflanze in Bauerngärten emfehlen wir Lavendel. 

Bekämpfung

Feuchte Standorte fördern den Pilzbefall und sollten gemieden werden. Die Bewässerung sollte nicht über die Pflanzen erfolgen, damit die Blattnassdauer
möglichst gering gehalten werden kann. Schwacher Befall kann durch rechtzeitigen Rückschnitt mit anschliessender Fungizidbehandlung vermutlich
kontrolliert werden. Für einen nachhaltigen Schutz der Pflanzung dürften jedoch
weitere Fungizidbehandlungen im Abstand von drei bis vier Wochen notwendig sein. Als letzte Alternative oder bei starkem Befall können kranke Pflanzen verbrannt oder dem Kehricht beigegeben werden. Das Auspflanzen von Lücken ist nicht empfehlenswert.
Grundsätzlich sollte nach Pflegearbeiten stets Werkzeug sowie Schuhwerk gesäubert und desinfiziert werden, um der Gefahr einer weiteren Verschleppung der Krankheit vorzubeugen.