Weisse Fliegen bekämpfen

Pflegeanleitung: Weisse Fliegen bekämpfen, erkennen und vorbeugen

Allgemeines

Die Weissen Fliegen (Trialeurodes vaporariorum) ist trotz ihres Namens keine Fliege, sie gehören zur Gruppe der Schildläuse. Im Freien befallen sie vor allem Nutz- und Zierpflanzen an. Die Insekten sind schwierig zu bekämpfen: In ihrem sehr kurzen Lebenszyklus sitzen sie auf den Blattunterseiten und werden schnell resistent gegen die Spritzmittel.

Erkennung

Die Weisse Fliege ist ein gelbliches Insekt, mit weinweissem Wachs bepudert und mit weissen flach dem Körper aufliegenden Flügeln. Sie wird etwa 1 bis 2 mm lang, ihre Lebensdauer beträgt 3 – 6 Wochen.
In dieser Zeit legen sie auf der Blattunterseite bis zu 300 gelbgrüne Eier in auffälligen kreisförmigen Häufchen, deshalb ist eine explosionsartige Vermehrung möglich. Aus den Eiern schlüpfen etwa neun Tagen später, hellgrüne Larven, die nach einer Woche sesshaft werden und an den Blattunterseiten den Pflanzensaft saugen. Die Vermehrung geschieht kontinuierlich über das ganze Jahr, ohne dass sich die Fliegen paaren.

Die Tiere verursachen grosse Schäden an den Pflanzen. Durch den Saftentzug entsteht eine Schwächung und Wachstumshemmung der Wirtspflanze. Die Blätter bekommen gelbliche Flecken und vergilben danach ganz. Es entsteht ein Blattfall. Zudem werden durch das Ausscheiden von klebrigem Honigtau durch die Larven, Ameisen angezogen.

Verbreitung

Das ursprüngliche Verbreitungsgebiet der weissen Fliegen war vermutlich Mittelamerika. Um 1848 wurde sie aber nach Europa eingeschleppt. Sie lieben trockenes und warmes Klima, wie etwa in beheizten Zimmern und Gewächshäusern. Bei sehr günstigen Bedingungen sind sie auch ausserhalb von Gewächshäusern und Wohnungen überlebensfähig. Im Winter sterben die Tiere dort jedoch meistens ab. 

Bekämpfung

Zur Früherkennung ist eine regelmässige Kontrolle der Pflanzen erforderlich, wobei vor allem die Blattunterseite kontrolliert werden muss. Mit dem modernen systemisch wirkenden Mittel ‚Actara G’. Der Wirkstoff des Streugranulats wird durch die Wurzeln in die Pflanze aufgenommen und via Saftbahnen verteilt. Die Wirkung von Actara G setzt nach ungefähr 3 Tagen nach der Anwendung ein und schützt die Pflanze 2 Monate vor Schädlingen.