Christrosen - Helleborus

Während andere Stauden Winterschlaf halten, haben die Christrosen ihren grossen Auftritt. Die Christrose (Helleborus niger) ist auch als Schneerose oder Nieswurz bekannt.

Helleborus x 'Madame Lemonnier' rosa Christrose Helleborus x 'Madame Lemonnier'
Helleborus niger 'Jonas' weiss Christrose Helleborus niger 'Jonas'
Helleborus orientalis 'Conny' weiss-rot Christrose Helleborus orientalis 'Conny'
Helleborus x ballardiae 'Camelot' caramelfarben Christrose Helleborus x ballardiae 'Camelot'
Helleborus × hybridus 'Penny’s Pink' rosa Christrose Helleborus × hybridus 'Penny’s Pink'
Helleborus x ericsmithii 'Monte Christo' cremefarben Christrose Helleborus x ericsmithii 'Monte Christo'
Helleborus x ballardiae 'Snow Dance' weiss-rosa Christrosen Helleborus x ballardiae 'Snow Dance'
Helleborus niger 'Joshua weiss' Christrose Helleborus niger 'Joshua'

Allgemeines

Im Garten blüht die faszinierende Staude im Vorfrühling nach der Schneeschmelze. Durch eine Absenkung des Saftdrucks in den oberirdischen Pflanzenteilen trotzen sie dem Frost. Liegen nach einer kalten Nacht die Blätter morgens welk am Boden, sind sie also nicht erfroren. Die Blätter richten sich im Verlauf des Tages wieder auf. Die Christrose gehört zur Gattung Nieswurz (Helleborus) in die Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae). Wie die meisten Hahnenfussgewächse ist auch sie an allen Pflanzenteilen giftig. Insbesondere die Wurzeln enthalten, Protoanemonin, Hellebrin sowie verschiedene andere Stoffe. Vergiftungen bei Mensch und Tier sind aber nur wenige bekannt. Beim Schneiden der oberirdischen Pflanzenteile sollten besser Handschuhe getragen werden, um Rötungen und Juckreiz zu vermeiden.

Herkunft und Verbreitung

In der Schweiz wächst die aussergewöhnliche Staude an einigen wenigen Standorten im Tessin. Die Wildarten sind jedoch eher selten anzutreffen und stehen unter Naturschutz. In Süd- und Mitteleuropa ist sie bis in Höhen von 1900 Meter zu finden. Ursprünglich stammt die Pflanze aus Südostasien.

Standort

Die Christrosen mögen einen kalkhaltigen, gut durchlässigen Boden. Staunässe vertragen sie gar nicht. Einen geschützten Standort im Halbschatten, zum Beispiel unter Bäumen, danken sie mit reicher Blüte. Unter laubabwerfenden Gehölzen kommen sie besonders gut zur Geltung, da sie blühen, bevor das Laub wieder austreibt. Helleborus können wunderbar mit anderen Frühlingsblüher, wie Winterlinge oder Krokusse, kombiniert werden. Das Laub ist auch im Sommer sehr attraktiv.

Pflanzung

Diese Stauden sollten möglichst flach gepflanzt werden. Pflanzt man sie zu tief, blühen sie spärlich bis gar nicht. Wenn man die Christrosen mit anderen Pflanzen kombinieren möchte, ist auf einen ausreichend grossen Pflanzabstand zu achten, das hilft Pilzkrankheiten vorzubeugen.

Pflege

Sollte die Pflanze von dem Pilz (Coniothyrium hellebori), der die Schwarzfleckenkrankheit auslöst, befallen werden, müssen alle befallenen Pflanzenteile abgeschnitten und im Hauskehricht entsorgt werden. Keinesfalls befallene Pflanzenteile in den Kompost geben. Sind die Christrosen gut angewachsen, brauchen sie kaum noch Pflege. Schädlinge sind bei diesen Stauden kaum ein Thema. Im September oder direkt nach der Blüte können grosse Horste geteilt werden.

Helleborus orientalis

Sie blüht von März bis in den April. Sie ist in der Nordtürkei und dem Zentral- und Westkaukasus beheimatet. Bei uns ist sie ausgesprochen winterhart. Bei den bei uns in die Gärten gepflanzten Helleborus orientalis handelt es sich meist um Hybriden.

Helleborus Hybriden

Die Gartensorte (Helleborus Hybriden) stellt an Standort und Boden wenig Ansprüche. Ob im lichten Schatten oder in der Sonne gepflanzt, spielt dieser Staude keine grosse Rolle.

Helleborus niger

Helleborus niger ist eine Waldpflanze und fühlt sich im Halbschatten am wohlsten. An einem  windgeschützten Standort mit kalkhaltigem Boden gedeiht sie am besten.