Orchideen - Orchidaceae

Die Artenvielfalt der Orchideengewächse (Orchidaceae) ist enorm. Sie sind weltweit in den unterschiedlichsten Klimazonen anzutreffen. Je nach Art ist die Pflege als Zimmerpflanze leicht oder etwas anspruchsvoller.

Cimbidium rosa Cimbidien können relativ gross werden.
Dendrobien lila weiss mit gelber Mitte Dendrobien bilden Stämme, welche belassen werden.
Schmetterlingsorchidee Phalaenopsis weiss rot gestreift Die Schmetterlingsorchidee eignet sich für Einsteiger.
Schmetterlingsorchidee Phalaenopsis weiss Phalaenopsis weiss

Herkunft

Besonders während der kalten Jahreszeit sind Orchideen eine wahre Augenweide im Wohnbereich. Allen voran die Schmetterlingsorchidee (Phalaenopsis), welche bei relativ einfacher Pflege immer wieder blüht - und dies oft über Monate.

Die Artenvielfalt der Orchideengewächse (Orchidaceae) erstreckt sich über den ganzen Globus, ausser Wüstengebieten. Sie wachsen teilweise epiphytisch auf anderen Pflanzen, terrestrisch auf der Erde oder auch lithophytisch, auf Felsen oder Steinen, wobei ihre sehr kleinen Samen in der Regel nur in Kombination mit Symbiosepilzen keimen.

Aber auch was die Blütenformen und –farben anbelangt, sind Orchideen nicht gerade bescheiden. So kann die einzelne Blüte einer Sorte mit wenigen Millimetern, während eine andere mit Blüten von bis zu 20 Zentimetern Durchmesser aufwarten. Das Farbenspektrum erstreckt sich von zartem Weiss, Rosa über Grün-, Pink, Violett, Blau- bis hin zu kräftigen Rot- und Gelbtönen. Viele Arten zeigen auch zwei, manchmal sogar mehrfarbige Blüten.

Da zahlreiche Orchideen spezielle Voraussetzungen benötigen, um optimal gedeihen zu können, sind sie auch nicht für den Wohnbereich geeignet und daher auch kaum erhältlich. Doch beim Spezialisten entdeckt, werden sie von Orchideenliebhabern in speziell auf ihre Bedürfnisse angepassten Gewächshäusern gehegt und gepflegt.

Nebst der eingangs erwähnten Schmetterlingsorchidee, eignen sich viele Arten und ihre Hybriden für die Zimmerkultur. Darunter Cimbidien, Oncidium, Cattleyas oder Dendrobien. Sie stellen jedoch schon etwas höhere Ansprüche als die Phalaenopsis. Hier lohnt sich daher ein Erwerb im Fachhandel mit ausführlicher Pflegeanleitung und Infos bezüglich der jeweiligen Art vom Fachpersonal.

 

Der richtige Standort und Rückschnitt

Grundsätzlich benötigen im Handel erhältliche Arten einen hellen Standort, vorzugsweise an einem Ost- oder Westfenster, also mit Morgen- oder Abendsonne. Was die Temperaturen anbelangt, zeigen sich je nach Art kleine Unterschiede, alle bevorzugen aber eine hohe Luftfeuchtigkeit und sind daher über ein Besprühen mit kalkfreiem Wasser in den Morgenstunden dankbar. Wird der Raum gelüftet, dürfen die Pflanzen nicht kaltem Durchzug ausgesetzt sein. Zeigen sich Blütenstiele, sollten diese gestützt werden, da sie sonst unter den prachtvollen Blüten leicht knicken können. Nebst einfachen Holzstäben mit Halterungen aus Kunststoff sind im Fachhandel auch dekorative Varianten, beispielsweise aus Glas erhältlich. Nach der Blüte werden die Stiele bei Schmetterlingsorchideen über der dritten Knospe mit einem scharfen Messer gekürzt. Dies fördert die Bildung neuer Blüten, jedoch nicht unbedingt aus dem zurückgeschnittenen Trieb. Blütentriebe von Cimbidien, Oncidium, Cattleyas oder Dendrobien werden ganz entfernt.

 

Wasser- und Düngergaben

Je nach Standort und Raumtemperatur benötigen die edlen Pflanzen alle 10 bis 14 Tage eine Wassergabe. Diese am besten als kurzes Bad in kalkfreiem, lauwarmem (Regen)wasser, dem von Frühjahr bis Sommer ca. alle 20 Tage ein im Handel erhältlicher, spezieller Orchideendünger gemäss Dossieranleitung beigefügt wird. Anschliessend das Substrat gut abtropfen lassen, denn Staunässe vertragen die luftliebenden Wurzeln überhaupt nicht.

 

Orchchideenerde

Wachsen die Wurzeln kräftig über den Topfrand hinaus und der Topf vermag dadurch nicht mehr selbstständig aufrecht stehen, ist spätestens Umtopfen angesagt. Dies erfolgt je nach Art alle drei bis vier Jahre und sollte am besten kurz nach der Blüte durchgeführt werden. Gewählt dazu wird die nächst grössere Topfgrösse, denn die Pflanzen mögen es eng. Als erstes werden die Clips und Rispenhalter entfernt. Anschliessend wird das Wurzelwerk vorsichtig aus dem Substrat gelöst. Dabei faule, dürre oder kranke Wurzeln mit einem scharfen Messer entfernen. Ebenfalls können sehr lange Wurzeln eingekürzt werden. Wählen Sie zum Eintopfen eine spezielle Orchideenerde, denn diese ist locker und daher den Bedürfnissen der Pflanzen angepasst. Bevor man das Substrat sorgfältig um die Wurzeln herum einbaut und dabei leicht andrückt, wird dieses, falls trocken, gut angefeuchtet. Ein Wasserbad folgt erst eine Woche später.

Eine Video-Anleitung zur Orchideenpflege finden Sie nachfolgend unter diesem Artikel