Balkongarten

Sind die Eisheiligen vorbei und keine Fröste mehr zu erwarten, ist das der perfekte Zeitpunkt für die Gestaltung des eigenen Sommer-Balkons. Viele Obst- und Gemüsesorten eignen sich prima für die Pflanzung in Gefässe.

Ein Balkon kann auf ganz unterschiedliche Weise kreativ und individuell gestaltet werden. Die lebendigste, duftendste und wohlschmeckendste Variante ist ein Topfgarten, in dem neben Blumen auch Kräuter und einige Obst- oder Gemüsesorten gedeihen. Auf kleiner Fläche ist das ein Ort der Entspannung, an dem selbst Stadtmenschen den Sommer im Grünen und unter freiem Himmel genießen können. Besonderes Highlight sind leckere Köstlichkeiten wie Erdbeeren oder Cherrytomaten, die zum Naschen einladen und den Hobbygärtner mit Stolz erfüllen. Da ein Balkon zu großen Teilen jedes Jahr aufs Neue bepflanzt wird, bietet er zudem einen unglaublichen Abwechslungsreichtum. Wo im letzten Sommer noch Petunien und Geranien farbenprächtig blühten, können dieses Jahr Minze und Zitronenmelisse mit ihrem Duft bezaubern oder schon bald von feurigen Chili- oder Paprikapflanzen abgelöst werden.

Der richtige Standort

Der perfekte Zeitpunkt für die Gestaltung des eigenen Sommer-Balkons ist jetzt. Sind die Eisheiligen am 15. Mai abgewartet und Nächte mit Frost vorbei, können mehrjährige, frostempfindliche Pflanzen wieder nach draußen gebracht und neue Blumen, Kräuter, Gemüsesorten ausgesucht und eingepflanzt werden. Schon im Vorfeld sollten sich Gedanken bezüglich der Standortansprüche gemacht werden. Ob schattig, halbschattig oder sonnig spielt eine entscheidende Rolle, damit sie gut gedeihen und eine große Anzahl an Blüten und Früchten hervorbringen. Während Fuchsien, Hortensien oder Petersilie auch an schattigeren Plätzen wachsen und sich daher für einen Nordbalkon eignen, verlangen Hibiskus und Jasmin viel Licht. Lavendel, Zitronenthymian oder Mini-Petunien reichen die sonnigen Abendstunden des Westbalkons, während Männertreu oder Buntnesseln gerne schon am Morgen die Sonne genießen. Bei schattigen Balkonen muss aufgrund der geringeren Verdunstung besonders auf Staunässe geachtet werden, damit die Wurzeln nicht ertrinken – Gefässe sollten daher immer Löcher im Boden sowie eine Drainageschicht aus Blähton aufweisen, so dass überschüssiges Wasser versickern und abfließen kann. 

Düngen für eine ausgewogene Ernährung

Ausreichend Licht, Luft, Wasser und Erde sind unentbehrlich für Blumen und Pflanzen. Genau wie der Mensch, benötigen sie für Gesundheit und Wachstum zudem eine ausgewogene, regelmäßige Ernährung, ansonsten kann es zu Mangelerscheinungen und Schädlingsbefall kommen. Eine regelmäßige, bedarfsgerechte Düngung liefert den Blumen und Pflanzen genau das Maß an Nährstoffen, das sie benötigen. Hier empfiehlt sich die Verwendung von Langzeitdünger, beispielsweise die praktischen Hauertkugeln. Die nussgroßen Düngerkugeln sind sowohl für Balkonpflanzen sowie für Tomaten und anderes Gemüse, das in Töpfen gezogen wird, erhältlich und werden idealerweise direkt beim Einpflanzen zu den Wurzeln gegeben. Sie können aber auch problemlos noch nachträglich mit einem Stab in die Erde gedrückt werden. Ein Nachdüngen ist damit nicht erforderlich. Töpfe und Kästen sollten vor dem Bepflanzen übrigens immer gereinigt werden. Einfach ausbürsten und mit einem feuchten Tuch auswischen. Hartnäckige Kalkablagerungen am besten mit einer Drahtbürste abkratzen oder in einem Essigwasserbad auflösen. So wird die Übertragung von Krankheiten auf neue Pflanzen und Blumen vermieden.